PEER LEARNING
Lead to Grow
Positive Leadership im Gesundheits- und Sozialwesen
Überlastung, Fachkräftemangel und knappe Ressourcen prägen das Erleben in vielen Gesundheits- und Sozialorganisationen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Wege zu erschließen, die über das Gewohnte hinausführen und Entwicklung ermöglichen.
Lead to Grow öffnet den Blick: weg von der Mangelperspektive hin zu einer Teamkultur, die Stärken, Wirksamkeit und Gesundheit nachhaltig ins Zentrum stellt. Wir verstehen Führung als Haltung – mit dem Ziel, Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen aufblühen und Organisationen gesund in die Zukunft gehen können.
Wirkung auf drei Ebenen
Die Besonderheit von Positive Leadership liegt darin, dass dieser Ansatz konsequent auf das Potenzial von Menschen und Teams schaut. So werden Ressourcen sichtbar, die im Alltag oft überdeckt sind, aber gerade in Arbeitsumfeldern, die von hoher Verantwortung und gleichzeitig Engpässen geprägt sind, neue Handlungsspielräume eröffnen. Als wissenschaftlich gut erforschtes Führungsmodell rückt Positive Leadership die Wirkfaktoren echter Motivation, gelingender Kooperation und gesunden Arbeitens in den Fokus, mit dem Ziel, dass Einzelpersonen und Teams ihren Herausforderungen selbstwirksamer und zuversichtlicher begegnen.
Individuell
Resilienz, Vitalität und Sinnerleben
im täglichen Handeln stärken
Im Team
Vertrauen, Verbundenheit und
gemeinsames Gelingen fördern
In der Organisation
Stärke, Orientierung und
Zukunftsfähigkeit entwickeln
Aufbau und Ablauf
Kick-off: Eine verständliche Einführung in Positive Leadership und PERMA-V eröffnet den Prozess und schafft Klarheit darüber, welche Ziele im Mittelpunkt stehen und worauf sich die gemeinsame Arbeit ausrichtet.
Peer Learning Circles: In selbstorganisierten Kleingruppen entsteht ein strukturierter Raum für Austausch, Reflexion und die direkte Übertragung der Erkenntnisse in den Arbeitsalltag.
Praxis-Workshops: Einzelne Themen werden so vertieft, dass sie zur konkreten Situation und den spezifischen Herausforderungen der Organisation passen.
Abschluss-Workshop: Das gemeinsam Erarbeitete wird reflektiert und die nächsten Schritte für eine nachhaltige Weiterführung definiert.
Optional: Das Zusatzmodul „Digital Health & KI“ zeigt, wie gesunde Führung auch in der digitalen Welt Orientierung gibt und Gesundheit fördert.
PERMA-V: Bausteine für gesundes und wirksames Führen
Das PERMA-Modell gilt als eines der zentralen und wissenschaftlich am besten erforschten Modelle der Positiven Psychologie. Es beschreibt, welche fünf Faktoren Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit stärken – ergänzt durch den Faktor Vitalität (V), das die Bedeutung nachhaltiger Gesundheit in den Mittelpunkt rückt.

Positive Emotionen
Freude, Dankbarkeit und Hoffnung sind keine Nebensache, sondern Grundlage psychischer Widerstandskraft. Wie können diese Emotionen selbst in fordernden Routinen Raum bekommen, um Problemlösefähigkeit, Entwicklung und Innovation für Einzelne und im Team zu fördern?

Engagement
Wer die eigenen Stärken klar vor Augen hat, findet selbst in anspruchsvollen Aufgaben Fokus und Motivation.
Wie können Tätigkeiten so gewählt oder ausgestaltet werden, dass Energie entsteht - und nicht nur das Pflichtgefühl den Takt vorgibt?

Relationships | Beziehungen
Vom Miteinander zum Füreinander: Tragfähige Beziehungen entstehen dort, wo Vertrauen auch dann Bestand hat, wenn der Alltag rauer wird. Wie lässt sich ein Klima entwickeln, in dem Feedback Orientierung gibt und Konflikte als gemeinsamer Klärungsraum genutzt werden?

Meaning | Sinnerleben
Sinn zeigt sich nicht in Leitbildern, sondern in Situationen, die spürbar machen, warum die eigene Arbeit zählt. Wie bleibt dieser innere Kompass erkennbar – selbst dann, wenn Komplexität, Tempo und widersprüchliche Erwartungen daran rütteln?

Accomplishment | Zielerreichung
Echte Motivation entsteht aus dem guten Gefühl, etwas bewirken zu können, nicht allein aus Zielvorgaben von außen. Wie können gemeinsames Lernen als natürlicher Teil unserer Entwicklung erlebbar und Fortschritte wertschätzend sichtbar gemacht werden?

Vitalität
Vitalität entsteht dort, wo Menschen ihre Ressourcen wahrnehmen und Schritt für Schritt Bedingungen wachsen, die ihren Schutz ermöglichen. Wie können im laufenden Betrieb Räume entstehen, in denen Erholung und Balance allmählich mehr Bestand haben?
Fragen und Antworten rund um Lead to Grow
Was ist das Besondere an dem Programm?
Der besondere Charakter des Programms liegt insbesondere im Branchenfokus:
organisatorisch: Die Struktur ist auf den Arbeitsalltag im Gesundheits- und Sozialwesen abgestimmt – mit gut integrierbarem Peer Learning und individuellen Settings, die unterschiedlichen Realitäten gerecht werden.
inhaltlich: Im Mittelpunkt stehen die typischen Spannungsfelder der Branche – zwischen Fürsorge und Effizienz, Anspruch, Zeitdruck und knappen Ressourcen – ebenso wie die positiven Motive, die diesen Arbeitsfeldern Kraft geben: Sinnerleben, menschliche Begegnung und erlebte Wirksamkeit.
Wer kann teilnehmen?
Wir verstehen Führung als Haltung und richten uns an Menschen, die sich darin wiederfinden: Entscheidend ist nicht die formale Position, sondern die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen bewusst zu treffen und die Arbeitskultur aktiv mitzugestalten – unabhängig davon, ob jemand ein Team leitet, Prozesse steuert oder im Alltag Orientierung gibt.
Warum Peer Learning?
Peer Learning ermöglicht, was klassisches Frontaltraining selten erreicht: einen gemeinsamen Lernraum, in dem Praxiserfahrungen im Dialog reflektiert und für den Alltag nutzbar gemacht werden. Das Lernen in kleinen Gruppen schafft einen verlässlichen Rahmen, der sich gut in bestehende Abläufe integrieren lässt und eine vertrauensvolle Atmosphäre fördert. In diesem Umfeld können gegenseitiges Verständnis und Unterstützung wachsen – und Beziehungen langfristig gestärkt werden.
Wie wird die Wirkung gemessen?
Die Wirkung des Programms wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation erfasst, die auf einer Vorher-Nachher-Befragung basiert. Dadurch werden Veränderungen im Verlauf sichtbar und Entwicklungen nachvollziehbar.
Programmentwicklung und -durchführung in Kooperation
Lead to Grow wird entwickelt und durchgeführt von
Constanze Zeller (kuurio) gemeinsam mit
Prof. Julia Schorlemmer:
- Dipl. Psychologin und Profi für psychische Gesundheit und Arbeit
- Professorin für Gesundheitsmanagement und Gesundheitspsychologie, FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Berlin
- Beraterin, Trainerin und Gesundheitsmanagerin.
Die Pilotierung von Lead to Grow
startet im Frühjahr 2026.
Führungskräfte und Teams aus Einrichtungen, die neugierig darauf sind, wie der Perspektivwechsel vom Mangel zur Fülle gelingen kann, können sich gern schon jetzt melden.
Jetzt vormerken:
Positive Leadership Forum 2026
Sarah Schäfer (Stadtspital Zürich) und Constanze Zeller (kuurio) stellen ihre gemeinsamen Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Positive Leadership Forum (19.-20. März 2026) in München vor: im Rahmen der Podiumsdiskussion „Positive Leadership meets Gesundheits- und Sozialwesen.“