PEER LEARNING

Working Out Loud (WOL)
Haltung und Methode für gelingende Zusammenarbeit

In kleinen Peer-Gruppen erkunden 3 bis 5 Personen, wie sie über 10 bis 12 Wochen hinweg gezielt und strukturiert Beziehungen aufbauen, Wissen teilen und ihre individuellen Ziele bzw. Fokusthemen voranbringen. So entsteht ein neues Erleben von Arbeit: offen, selbstwirksam und verbunden; sichtbar und gemeinsam wachsend.

Working Out Loud übt in selbstgesteuertem Lernen und aktiviert bislang ungenutzte Ressourcen. In Organisationen wird Expertise sichtbarer, Wissen wird breiter, Innovationskraft und Veränderungskompetenz wachsen. Damit wirkt WOL hin auf eine tragfähige Lern-, Arbeits-  und Beziehungskultur, die Zusammenarbeit auf ein neues Level hebt und Organisationen wandlungsfähiger macht.

WOL Logo

Ein Circle besteht aus 3–5 Personen. Die Zusammensetzung des Circles ist möglichst berufsgruppen-, bereichs- und hierarchieübergreifend. Dadurch ist die Perspektivenvielfalt im Circle gegeben. 

Zunächst irritierend, im Verlauf selbsterklärend sind die individuellen Ziele der einzelnen Circlemitglieder. Denn jede:r Teilnehmende verfolgt ein eigenes Fokusthema.

Die WOL Circle Guides enthalten die Agenda der einzelnen Circle-Treffen, Übungen und Anleitungen. Das Arbeitsbuch bildet den methodischen Rahmen, an dem sich die Kleingruppen orientieren.

Die Dauer der Circle-Treffen ist abhängig vom Typ des WOL-Programms und Anzahl der Circle-Mitglieder. Sie werden von den einzelnen Circles selbst organisiert und durchgeführt. Vorgesehen sind 30-60 Minuten pro Woche über 10-12 Wochen.

Zum Einstieg ist auch eine Begleitung der einzelnen Circles möglich. 

Kickoff und Abschluss finden in gemeinsamen Workshops der gesamten Gruppe statt. Dazwischen liegen 1-2 Boxenstopps: der Fokus- und der Halbzeitworkshop. Die Teilnehmendenzahl kann zwischen 12 und 100 Personen liegen. 

Nutzen auf mehreren Ebenen

WOL wird von uns seit fünf Jahren wissenschaftlich begleitet. Die Methode leistet messbar einen Beitrag zum Organisationserfolg – sowohl auf der persönlichen, als auch auf der Team-Ebene:

Stärkung des eigenen Kompetenzerlebens: „Ich erlebe, dass meine Stärken gebraucht werden.“

Wachstum von Vertrauen und der psychologischen Sicherheit in Teams: „Ich werde auch dann im Team geschätzt, wenn ich Kritik übe.“

Steigerung des psychologischen Empowerments – insbesondere die Faktoren Selbstbestimmung und Einfluss: „Ich lebe meinen Entscheidungsspielraum und Vertrauen, wenn ich meine Aufgaben umsetze.“

Förderung der Kommunikation im Team, der interprofessioneller Zusammenarbeit und Bereitschaft zum kooperativen Lernen: „Ich frage Kolleg:innen anderer Disziplinen gezielt nach ihrer Sicht.“

WOL Infotisch mit Tablet
WOL Abschluss-Workshop in Zürich
Bettina Jung und Constanze Zeller vor einem WOL Flipchart
Ein WOL-Knäuel, das Vernetzung symbolisiert


Als zertifizierte WOL Coaches bieten wir folgende Programme an:

Schwerpunkt: Sichtbarkeit, Vernetzung, Wissensaustausch

Das ursprüngliche WOL Programm ist weltweit bei zahlreichen Unternehmen erfolgreich im Einsatz. Es hat eine Bewegung zum Peer Learning und Coaching angestoßen. Das Programm ist insbesondere auf die Stärkung von Netzwerkkompetenz und Wissensaustausch ausgerichtet und als Partizipationsformat in Projekt und -Themenkontexten geeignet.

Organisationen nutzen das klassische WOL unter anderem, um:

• standort-, berufsgruppen- und hierarchieübergreifende Netzwerke aufzubauen,
• Onboarding-Prozesse lebendiger und verbindender zu gestalten,
• Alumni-Programme zu aktivieren,
• Markenbotschafter:innen zu stärken
• Kulturentwicklungs- und Transformationsprozesse zu unterstützen.

Schwerpunkt: Psychologische Sicherheit im Team, psychologische Flexibilität, Selbstfürsorge & Selbstwirksamkeit und Vernetzung

Diese Variante ist speziell auf Gesundheits- und Sozialwesen sowie auf betriebliche Gesundheitskontexte zugeschnitten. Sie verbindet die Prinzipien von WOL mit Themen mentaler Gesundheit sowie Lernen im Sinne von Verhaltens- und Verhältnisänderung. Organisationen nutzen WOL Healthcare, um gesundheitsorientierte Führung Veränderungskompetenz zu stärken.

Evaluationsergebnisse belegen, dass Teilnehmende durch WOL

• eine Steigerung psychologischer Sicherheit in ihren Teams erleben,
• Selbstfürsorge verstärken und Handlungsspielräume neu entdecken,
• Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung im Alltag erleben.

Schwerpunkt: Führungskräfteentwicklung, Vertiefung der persönlichen Führungsvision, Veränderungskompetenz Netzwerken

Führung beginnt immer bei uns selbst – bei der Reflexion von Haltung, Werten und dem Mut, neue Wege zu gehen. Unser Verständnis von Führung geht dabei über formale Rollen hinaus: Wer mit Themen, Projekten oder Ideen vorangeht, wem andere folgen, die bzw. der übernimmt Führungsverantwortung.

Das Programm verbindet das bewährte Peer-Learning-Format mit gezielten Reflexionsübungen zur eigenen Führungsrolle. Es dient der Entwicklung einer persönlichen Führungs- bzw. Veränderungsvision.

Teilnehmende
• entwickeln Klarheit über ihre Werte und ihr Führungsverständnis,
• trainieren ihren Mutmuskel, um Veränderung fokussiert, transparent und gemeinsam mit ihren Teams zu gestalten,
• erweitern ihre Netzwerke.

Organisationen setzen WOL Leadership als ein interaktives Format ein, das ihre Führungsprogramme ergänzt. Es werden weit darüber hinaus die inhaltlichen Verbindung der verschiedenen Angebote für Führungskräfte nachhaltig vertieft.


Ausgezeichnet mit dem Deutschen BGM-Preis

„New Work aktiv gestalten – Chancen für eine gesunde Führung nutzen“ 

In diesem Themenschwerpunkt belegte das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. in 2022 für die Umsetzung von WOL Healthcare den 3. Platz des Deutschen Förderpreises für Betriebliches Gesundheitsmanagement (DAK-Gesundheit).

Die Preisträger des BGM-Preises 2022


Future Skills auf den Lernwelten 2025

Wie funktioniert WOL, und was bleibt?

Working Out Loud – Ein innovatives Peer-Learning-Format zur Förderung von Future Skills in Gesundheitsberufen: Pre-Content auf dem Lernwelten-Kongress 2025.

Linda Fromme, Universitätsspital Zürich, Bettina Jung, Constanze Zeller und Julia Schorlemmer stellen Inhalte und Ablauf vor. Teilnehmende des USZ erzählen, was sie mitgenommen haben. 

Die Basis von WOL: fünf kraftvolle Prinzipien

Diese fünf Kernelemente erzeugen tiefgreifende Wirkung. Sie werden nicht intellektuell vermittelt, sondern durch einfache Übungen praktisch erlebbar: Woche für Woche reflektieren die Teilnehmenden, probieren Neues aus, unterstützen sich gegenseitig und machen ihre Erfahrungen und Fortschritte sichtbar.

Beziehungen

Tragfähige Verbindungen sind der Schlüssel für gute Ergebnisse, wirksames Lernen und Veränderung.

Wachstumsorientiertes Denken

Das Denken weitet sich, richtet sich aus auf Möglichkeiten und Lösungen.

Zielgerichtetes Entdecken

Neugier bekommt Richtung, wenn wir uns fokussiert ausrichten. Es entsteht eine Balance zwischen Weite und Konzentration.

Großzügigkeit

Wissen zu teilen und andere zu unterstützen, macht die Zusammenarbeit effizient und sorgt für Wertschöpfung.

Sichtbare Arbeit

Offen zu zeigen, woran wir arbeiten, schafft Vertrauen und macht Ergebnisse anschlussfähig an die Organisation.

Working Out Loud kann klein beginnen, etwa mit wenigen Circles in einem Pilotbereich, und sich schrittweise zu einer Initiative für die gesamte Organisation entfalten. Es ist anschlussfähig an digitale Transformation bis hin zu Kulturwandel und gesunder Führung.

Unsere Kooperationspartner:innen

John Stepper

Working Out Loud

John Stepper entwickelte Working Out Loud und initiierte damit eine weltweite Bewegung. Aus der Methode ist eine Haltung der Zusammenarbeit entstanden, die heute in zahlreichen Organisationen gelebt wird. Gemeinsam mit John haben wir WOL Healthcare entwickelt und in das Gesundheits- und Sozialwesen eingeführt. Sowohl die klassische WOL-Version als auch Formate wie WOL Leadership gestalten wir gemeinsam so, dass sie zu den jeweiligen Strukturen und Bedürfnissen der Organisationen passen.

Prof. Julia Schorlemmer

FOM Hochschule für Oekonomie und Management

Julia Schorlemmer ist Professorin für Gesundheitsmanagement und Gesundheitspsychologie an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management in Berlin. Seit mehreren Jahren widmet sie sich der wissenschaftlichen Evaluation unserer Working Out Loud-Programme, um deren Wirkung auf der persönlichen, Team- und Organisationsebene empirisch fundiert sichtbar zu machen.